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Treppe aus Holz mit Handlauf

Holz- oder Betontreppe?

erschienen am 9/25/2012

In vielen Einsatzbereichen sind Treppen erforderlich um Stockwerke zu verbinden, dabei gibt es die verschiedensten Varianten. Zwei der hauptsächlich genutzten Arten von Treppen, gerade im privaten Bereich sind die Vollholztreppe und die Betontreppe. Wobei wirklich beide ihre Vorteile in unterschiedlichen Bereichen haben. Während die Betonbauer behaupten ihre Betontreppe wäre die günstigste, kann der Bautischler mit seiner Vollholztreppe häufig das Gegenteil beweisen. Nicht geeignet sind die meisten Treppen aus Holz jedoch für den Außenbereich, da sie je nach Einsatzgebiet nicht ausreichend rutschfest und widerstandsfähig sind bei schlechter Witterung.

Holz - ein wohnlicher Werkstoff für Innentreppen

Besonders in Wohnhäusern ist eine Vollholztreppe zwischen den Geschossen eine harmonische und wohnliche Verbindung. Mit Holz lassen sich zahlreiche völlig unterschiedliche Formen und Varianten von Treppen herstellen, die dennoch eine lange Haltbarkeit aufweisen und sich harmonisch in das Raumkonzept jeden Hauses einfügen. Viel verschiedene Formen sind mit der Vollholztreppe zu realisieren, daher ist sie in puncto Flexibilität und Formgebung der Treppe aus Beton bei Weitem überlegen. Diese Überlegenheit kommt vor allem zum Tragen, wenn eine Treppe auf kleinstem Raum gebaut werden soll. Dank der Möglichkeit bei einer Holztreppe, zwischen den Etagen Plattformen einzuarbeiten, kann man eine Vollholztreppe auf kleinem Raum trotzdem bequem und offen gestalten. Hier kann man auch einmal eine Couch die Treppe hochtragen, ohne diese durchzusägen. Natürlich besteht ebenso die Möglichkeit eine Wendeltreppe aus Holz zu bauen, diese wird aber immer sehr wenig Bequemlichkeit bieten, selbst wenn sie noch so gut aussieht. Die Vollholztreppe benötigt ein wenig mehr Pflege als eine vergleichbare Treppe aus Beton. Sie muss nach einigen Jahren immer wieder neu lackiert werden und Straßenschuhe, an denen Sand und Steinchen haften können, sollte man am Fuß der Treppe lieber ausziehen.

Kinder und Vollholztreppe

Wer kennt das nicht, eine Holztreppe lädt förmlich dazu ein, auf dem Hosenboden von Stufe zu Stufe zu rutschen. Diese Variante von Spaß auf der Treppe ist noch recht ungefährlich, außer wohl für die Hosen. Doch wenn die Kinder anfangen auf Socken die Treppe aus Holz rauf und runter zu rennen, können sie sehr leicht ausrutschen und fallen. Solange die Kinder also noch klein sind, kann man die Treppe etwas entschärfen, indem man sie mit einem robusten Lack streicht und feinen Vogelsand in den noch nassen Sand streut. Es gibt auch Klebestreifen, die dieses Prinzip aufgreifen und eine besonders raue Oberfläche haben, die jeden Rutschversuch zuverlässig unterbinden. Allerdings sind die Klebestreifen meist nur in schwarzer Farbe erhältlich, was den optischen Eindruck der schönen Holztreppe etwas ruinieren kann.

Schlicht und ergreifend - aber haltbar für die Ewigkeit

Eine Betontreppe hält ein Leben lang, ohne jemals Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Direkt gegossen benötigt eine Betontreppe einiges an Wissen über Treppenbau und Betonverarbeitung. Schließlich muss jede Stufe absolut die gleiche Höhe haben wie die andere, sonst kommen die Menschen schnell ins Stolpern. Die Stufen dürfen nicht zu hoch oder niedrig sein und auch die Trittfläche muss eine gewisse Tiefe haben, damit man einen sicheren Tritt auf der Stiege hat. Daher war der Eigenbau einer Betontreppe in früheren Zeiten eher schwierig. Doch inzwischen gibt es vorgefertigte Setzstufen, die man lediglich noch zusammensetzen muss.Eine Betontreppe wird in der Regel nur in Standardmaßen zu bekommen sein. Ausgefallene Formen und Schwünge sind mit einer Betontreppe nur schwer zu realisieren. Sie ist üblicherweise sehr schlicht, dafür aber wie gesagt besonders robust und haltbar. Wer beim Hausbau gleich so plant, dass eine gerade Betontreppe in einem Standardmaß die Stockwerke miteinander verbinden kann, spart jedoch erheblich an Baukosten und hat trotzdem eine Treppe, die er ganz nach Wunsch gestalten kann. Das Standardmaß bei der Wahl der Treppe hat zudem den Vorteil, dass sie nach der Bestellung sehr viel schneller geliefert werden kann.

Beläge auf den Treppen aus Beton variabel

Die Anpassungsfähigkeit von Treppen aus dem robusten Werkstoff Beton ist besonders groß. Wer mag, kann sie mit Laminat oder Parkett zu einer Holztreppe umwandeln. Mit ganzen Dielenplatten verkleidet wird sich eine Treppe aus Beton nicht von einer Holztreppe unterscheiden. Nur der Bauherr weiß später dann noch das es keine Vollholztreppe ist. Aber auch robuste Steinplatten aus Granit oder Marmor können die Betontreppe sehr schön veredeln. Wer es einfach mag, wählt Fliesen oder Feinsteinzeug als Treppenbelag. Dabei sollte man aber auf rutschfeste Varianten der Fliesen achten.Da es nicht möglich ist in einer Betontreppe eine Fußbodenheizung zu verlegen, können alle Steinbeläge schnell für kalte Füße sorgen. Wer Kinder hat, die häufig auf Socken oder barfuß über die Treppe hüpfen, sollte über einen Teppichbelag nachdenken. Dabei ist gerade bei Kindern im Haushalt die vollgeklebte Version von Teppichbelag auf der Treppe sehr sicher. Leichter entfernen lässt sich ein loser Teppich, der hinter Teppichstangen an jeder einzelnen Stufe durchgezogen wird. Da aber die Teppichstangen dazu neigen, leicht aus ihren Halterungen zu rutschen, sind sie weniger geeignet in einem Haushalt mit Kindern. In jedem Fall muss ein besonders kurzfloriger Teppich für die Treppe ausgewählt werden.

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