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Im Einklang mit der Natur – die Dachbegrünung

erschienen am 6/28/2013

Die intensive Begrünung eines Daches lohnt sich nicht nur für das Auge oder das gute Gewissen, es lohnt sich auch für den Geldbeutel. Zahlreiche Experten haben im Laufe der Jahre Analysen erstellt, die den Nutzen von begrünten Dächern gegen die Kosten der Dachbegrünung errechnen. Zwar sind sie nicht zu einer einheitlichen Betrachtungsweise gelangt, doch in einem waren sich alle Experten einig, der Nutzen auch in finanzieller Hinsicht überwiegt gegen die Kosten der Begrünung des Daches. Dazu kommt, dass Dächer, die begrünt sind, schöner aussehen und die darunter liegenden Räume zuverlässig isolieren. Extreme Temperaturen dringen längst nicht so stark in die Wohnräume ein. Es fallen im Winter deutlich geringere Heizkosten an und im Sommer benötigt kaum jemand, der ein grünes Gelände auf dem Dach hat eine Klimaanlage.

Feinstaubfilterung auf der Dachterrasse

Gerade für Allergiker sind die Gründächer regelrecht Medizin. Sie filtern Feinstaub aus der Luft und sollen sogar ein gewisses Maß an Pollen einfangen. Die Pflanzen, die sich für eine Dachbegrünung eignen, sollen fast nie für Allergien verantwortlich sein und bringen daher keine zusätzliche Belastung für die gebeutelten Allergiker. Je nach Auswahl der Pflanzen braucht der Besitzer bei seinem grünen Flachdach meist nichts weiter tun. Es werden verschiedene Arten von Bodendecker und Hauswurz gesetzt, die keine regelmäßige Pflege benötigen und auch mit langen Zeiten der Trockenheit zurechtkommen. Vor dem Dachaufbau muss man sich jedoch genau überlegen, welche Variante man für das eigene grüne Hausdach möchte, denn der Aufbau der einzelnen Schichten hängt davon ab, wie viel Wasser das Dach speichern soll und wie groß das Gefälle ist. Daher sollte man sich möglichst schon vor dem Bau des Hauses genau informieren. Schließlich haben wir auch hierzulande durchaus ganz unterschiedliche Zonen, in denen sich unterschiedliche Pflanzen wohlfühlen.

Relaxen und genießen auf einer grünen Dachterrasse

Eine grüne Dachterrasse ist noch einmal eine etwas schwierigere Angelegenheit, als ein Flachdach, das schlicht begrünt wird. Der Unterbau sollte aber über die gesamte Dachfläche hin gleich gewählt werden. Beim Verlegen der Terrassenplatten muss man in diesem Fall etwas breitere Fugen einplanen, damit dazwischen einige Zentimeter Kies eingestreut werden können. So läuft das Wasser besser ab und belastet das Dach nicht zusätzlich zu dem restlichen Aufbau noch. Ebenso sollte man bei der Auswahl der Terrassenplatten darauf achten, keine zu dicken und damit schweren Platten zu verwenden. Hier fallen schließlich die Gründe für eine besonders dicke Platte ohnehin weg, da die Terrassenplatten auf einem gut vorbereiteten ebenen Grund liegen und keiner verstärkten Belastung ausgesetzt sind. Nicht einmal die Gefahr von Frost ist auf dem Terrassendach so stark wie am Boden. Generell kann man aber sagen, das die intensive Begrünung der Dächer alle Nachteile von Flachdächern wieder aufheben und auch schräge Gründächer einen großen wohnlichen Nutzen für den Hausbesitzer bieten.

Standfeste Blumenkübel sind wichtig

Sollen auch höhere Pflanzen den Blick auf die Terrassenfläche verhindern, benötigt man besonders standfeste Kübel und Pflanzgefäße. Dies ist eine Art Gratwanderung, denn auf der Terrasse sollten nicht unbedingt besonders schwere Kübel verwendet werden und dennoch möchte man natürlich schöne große Blumentöpfe stellen. Ähnlich wie bei den Sonnenschirmständern, bei denen auf einem Kreuz Terrassenplatten als Halterung aufgelegt werden, gibt es hier ganz spezielle Halterungen für Blumenkübel. Allerdings sind diese Systeme recht kostspielig und lassen sich kaum nachträglich einarbeiten. Statt herkömmlicher Blumenerde ist Blähton für die Blumenkübel und Pflanzgefäße geeigneter, denn Wasser wird besser gespeichert, wenn doch einmal ein Wolkenguss die Pflanzen erwischt hat und sie überstehen auch einen längeren Urlaub besser, wenn man vor der Reise den Blähton gut wässert. Bei der Pflanzenauswahl ist auf eine gewisse Robustheit zu achten. Alle Pflanzen, die man auf Dächer setzen will, sollten Wind und Trockenheit vertragen.

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