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Wann wird eine Fenstersanierung nötig

erschienen am 10/22/2013

Eine Fenstersanierung wird auch dann nötig, wenn Fenster im Altbau modernen Ansprüchen und Standards bezüglich des Wärme- und Schallschutzes nicht mehr genügen. Durch eine Verbesserung der Luftdichtheit sowie der Wärme- und Schallübertragung werden Energieverluste vermieden und der Wohnkomfort erhöht. Von einer Fenstersanierung spricht man nicht nur dann, wenn es um das Austauschen von Fenstern geht, sondern auch wenn sie modernisiert und schreiner mäßig überarbeitet werden. Die Maßnahmen einer Fenstersanierung können sich auf alle Bauteile des Fensters - also Glas, Rahmen und Bauanschluss - beziehen. Da diese Eingriffe einen irreversiblen Eingriff in die Bausubstanz darstellen, müssen denkmalgeschützte Fensterbestände nach den Grundsätzen der sogenannten Fensterinstandsetzung erhalten werden. In jedem Fall muss einer Sanierung der Fensterbestände aber eine gründliche Bestandsaufnahme vorausgehen.

Der Nutzen einer Fenstersanierung

Im Rahmen einer Sanierung eines Altbaus trägt das Austauschen bzw. Überarbeiten von Fenstern einen wichtigen Beitrag zur energieeffizienten Wärmedämmung bei. Wer eine Sanierung plant, musste bislang die geltende Energieeinsparverordnung EnEV 2009 berücksichtigen. Ab 2014 tritt eine neue EnEV-Novelle in Kraft und fordert strengere Energievorgaben für den Hausbau sowie die Sanierung von Altbauten. Gleichzeitig werden energetische Sanierungen von der öffentlichen Hand gefördert und zinsgünstige Darlehen bereitgestellt. Auch für denkmalgeschützte Häuser stellt die KfW-Bank Förderungen bereit.

Neben der Erfüllung rechtlicher Vorgaben dient eine energetische Fenstersanierung aber vor allem der Schall- und Wärmedämmung. Durch undichte Fenster und Wärmebrücken können schließlich erhebliche Wärmeverluste und dadurch höhere Heizkosten entstehen. Im Rahmen einer Wärmedämmmaßnahme ist also die Sanierung der Fensterbestände ein essenzieller Bestandteil, der den Geldbeutel und die Umwelt gleichermaßen schont.

Den Gesamtüberblick nicht vergessen

Gute und dichte Fenster sind ein wichtiger Baustein für energieeffiziente Häuser, allerdings sollte man dabei das gesamte Haus nicht außer Acht lassen. Während alte Holzfenster eine ausreichende Lüftung garantieren, kann es bei den dicht schließenden, modernen Fenstern zu Problemen im Raumklima kommen. Ein gutes Gesamtkonzept ist daher wichtig, um bauklimatische Probleme wie die Bildung von gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen zu vermeiden. Nur eine ausreichende Lüftung garantiert ein angenehmes Raumklima und die dauerhafte Funktionsfähigkeit eines Altbaus. Werden also moderne, dichte Fenster installiert, muss auf eine alternative Lüftung geachtet werden.

Maßnahmen einer Fenstersanierung

Gerade bei denkmalgeschützten Häusern können alte Fenster nicht einfach durch neue ersetzt werden, sondern müssen aufwändig saniert werden. Um die Dichtigkeit der Fenster zu verbessern, sollten zunächst alle Ritzen abgedichtet werden. Wer feststellen möchte, ob Zugluft durch die Fensterrahmen kommt, kann ganz einfach eine Kerze am Fensterrand entlangführen. Wenn die Flamme anfängt, zu flackert, besteht eine undichte Stelle. Undichte Holzrahmen kann man mit Holzkitt versiegeln oder den Fensterrahmen mit einem hochwertigen Dichtungsband abdichten. Nicht ganz dichte Stoßkanten zwischen Fensterrahmen und -bank sollten dagegen sauber mit Silikon abgedichtet werden.

Wer die Fenster dagegen komplett austauschen möchte, sollte beim Einbau unbedingt auf hochwertigen Montageschaum achten. Billige Produkte können bei langen Frost- oder Hitzeperioden brüchig werden und zu Problemen führen.

Alte Fenster haben oft nur eine einfache Verglasung, die modernen Dämmansprüchen nicht genügt. Doppelt verglaste Isolierscheiben besitzen durch ihren gasgefüllten Zwischenraum eine deutlich bessere Dämmwirkung. Historische Fenster lassen sich allerdings nur schlecht mit diesen Scheiben vereinbaren, da es konstruktive Probleme geben kann und ein Eingriff in die Bausubstanz vorgenommen werden muss. Wer dennoch gut gedämmte Fenster haben möchte, sollte sich an einen erfahrenen Experten wenden.

Weitere Infos zum Thema Fenster gibt es auf der Website rumpfinger-fenster.de.


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