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bild treppengrundriss

Passender Treppengrundriss macht den Weg nach oben sicher

erschienen am 8/4/2016

Schrittmaßregel, Steigung und Co. sorgen für Komfort auf der Treppe

Ergonomische und bequeme Treppen werden laut der Treppenformel – sog. Schrittmaßregel – gebaut. Anhand dieser Formel wird das Steigungsverhältnis ermittelt, so dass die Treppe keine Gefahr beim Gehen darstellt. 2 x s + a = 59 bis 65 cm lautet die goldene Regel und bedeutet dass 2 Steigungen (18/17 cm) und ein Auftritt (27/29 cm) einen Schrittmaß eines erwachsenen Menschen ergeben. Diese Regel bezieht sich auf geradläufige Treppen und gewendelte Treppen im Bereich der Lauflinie. Wichtig ist aber auch, dass spätestens nach 18 Steigungen ein Zwischenpodest notwendig ist, wobei es normalerweise in einem Treppenlauf zwischen 9-12 Stufen gibt, damit das Treppensteigen nicht zu müde macht. Treppen lassen sich ebenso bequem begehen, wenn die Auftrittsbreite mindestens 26 cm beträgt, bei Wendeltreppen mindestens 10 cm im Gehbereich des Treppenauges. Nicht zu unterschätzen ist ebenso der Steigungswinkel der Treppe, welcher bei den meisten Wohnungstreppen bei 30 cm liegt.

Tipp: Die  DIN 18065 definiert relevante Maße für Stufen, Geländer, Durchgangshöhen und das Steigungsverhältnis.

Schnurgerade oder doch kreisförmig

Grundrissvarianten von Treppen sind alles andere als langweilig. Es gibt eine Menge von Treppenarten, so dass jeder etwas für sich findet. Die meisten Bauherren entscheiden sich entweder für geradläufige oder gewendelte (darunter viertel- oder halbgewendelte) Treppen. Wendel- und Spindeltreppen kommen überall dort zum Einsatz, wo besonders wenig Platz vorhanden oder die auffällige Ästhetik gewünscht ist, d.h. vor allem in zweistöckigen Gebäuden oder Loft-Wohnungen. Sie sind nämlich eine schönere Variante im Gegensatz zur üblichen Raumspartreppe. Für noch mehr außergewöhnliche Details sorgen Bogentreppen, welche solche Formen wie tiefes U, Halbkreis oder Ellipse als Grundrisse im Gepäck haben. Faltwerktreppe verleiht jedem Raum mit ihrer scheinbaren nahtlosen Verbindung zwischen Tritt-und Setzstufe ein modernes Erscheinungsbild. Bolzentreppen dagegen, welche über Tragbolzen in der Wand befestigt werden, machen eine filigrane und geradlinige Bauweise zum echten Hingucker.

Sicherheit auf Treppen

Ein perfekter Treppengrundriss (mehr Infos im Blog von stadler.de) bezieht sich nicht nur auf optische Reize, sondern vor allem auf sichere Nutzung der Treppenanlage. Jegliche freie Seiten müssen als Sicherung gegen Absturz mit einem mindestens 90 cm hohen Geländer versehen werden. Wenn Sie kleine Kinder haben, dann gestalten Sie die Geländer so, dass ein Überklettern erschwert wird und der Abstand zwischen den Stäben nicht mehr als 12 cm beträgt. Sicherheit auf der Treppe erreichen Sie ebenso mit einer guten Ausleuchtung durch Tages- und Kunstlicht. Denken Sie dabei an Fenster, welche auf keinen Fall durch Stufen oder Geländer verdeckt werden.

Trittschall bei Treppen in der Planungsphase minimieren

Damit das Begehen von Treppen oder Treppenpodesten keine unangenehmen Geräusche verursacht, können Sie:

  • Einen weich federnden Stufenbelag verwenden
  • Schalldämmende Elemente zwischen den Stufen und den Holm einsetzen
  • Federn gelagerte Wandanker montieren

Der Trittschall der Treppe bei einer Doppelhaushälfte lässt sich ebenso einfach ausschließen, indem Sie bei der Grundrissplanung die Treppe nicht an der Haustrennwand anordnen.

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