Neues aus der Welt des Bauens und Wohnens

Familienfreundlich bauen - was muss man beachten

erschienen am 02.09.2013

Immer mehr junge Familien entscheiden sich gegen eine gemietete Wohnung oder ein gemietetes Haus. Der Trend zeigt, dass das individuelle Eigenheim bei Klein- oder Großfamilien immer beliebter wird. Diese Entwicklung ist keine große Überraschung, denn familienfreundliches Bauen impliziert, dass sich die ganze Familie im neuen Zuhause wohl fühlt. Nicht die Bewohner müssen sich an das Gebäude anpassen, sondern genau das Gegenteil ist der Fall: Das ideale Bauwerk passt sich den vorherrschenden und zukünftigen familiären Gegebenheiten perfekt an.

Planen für die ganze Familie

Besonders Familien, in denen sowohl Kinder als auch ältere Mitbewohner ein Zuhause haben, müssen das neue Eigenheim akribisch planen. Dies kling komplizierter, als es im Grunde ist. Es sollten vorab grundlegende Fragen geklärt werden, deren Durchführung dann in der Gemeinschaft strukturiert erarbeitet werden können. Gerade Kinder sollten in die Planung direkt mit einbezogen werden und Ihre Wünsche klar und offen mit den Erwachsenen besprechen können, um nicht nur ein einfaches Zuhause, sondern ein kinderfreundliches Klima zu erreichen. Das Miteinbeziehen der kleinen Mitbewohner fördert nicht nur die Planung selbst, sondern stärkt bereits bei den Kleinsten der Familie das Selbstwertgefühl und das Gespür für Individualismus. Beim familienfreundlichen Bauen geht es nicht darum, den Kindern ein fix und fertig geplantes Heim zu präsentieren, sondern deren Fantasie in die Planung mit einzubeziehen.

Das geeignete Umfeld In- und Outdoor

Für heranwachsende Kinder ist ein Haus in urbaner Umgebung ein Quell stetiger Freude. Hier können sie im Außenbereich ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich körperlich sowie geistig betätigen. Es ist jedoch genau so wichtig, dass das Kind auch im Innenbereich den perfekten Rückzugsort findet, um seine Erfahrungen in ruhiger Umgebung sacken zu lassen. Auch kleinere Verstecke, zum Beispiel unter Treppen, können den Kindern als Zufluchtsort vor einem zu hektischen Alltag dienen oder ihre Fantasie fördern. Auch Freiflächen, welche von den Kindern ungehindert genutzt werden können, ohne dass sich die Erwachsenen daran stören, gehören in die

Hausplanung mit einbezogen.

Sind bei der Planung des neuen Eigenheims die Kriterien zu Freiheit und Rückzugsmöglichkeiten gegeben, verringert sich durch deren praktische Umsetzung ein mögliches aggressives Verhalten des Kindes bereits im Vorfeld.

Aus den Augen der Kinder gesehen

Kinder haben es in Gebäuden für Erwachsene oft nicht einfach. Lichtschalter, Klingeln und Türgriffe sind in unerreichbarer Höhe angebracht und schränken die Selbständigkeit des Kindes enorm ein. Diese kleinen Details sollten beim familiengerechten Bauen berücksichtigt werden. Eine geringe Änderung in der Höhe erleichtert es dem Kind, selbständig die Welt zu erkunden, ohne dass Erwachsene dadurch eingeschränkt würden. Kinder orientieren sich auch nicht, wie wir Erwachsenen, an Wegen und Hausecken, sondern an individuellen Orientierungspunkten.

Dazu können zum Beispiel Hecken oder Büsche, ein Sandkasten oder eine Außentreppe gehören. Beim familiengerechten Bauen gehört es genauso dazu, diese besonderen Sichtweisen der kleinen Erdenbürger mit einzubeziehen und ihnen durch die perfekte Umsetzung ein selbständiges Lernen und Erleben zu ermöglichen.

Förderungen zu familienfreundlichen Bauvorhaben

Viele Gemeinden, die großen Wert darauf legen, dass sich die kleinen Gemeindemitglieder in ihrer Umgebung wohl fühlen und so zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft werden, bieten Förderungen für familienfreundliche Bauvorhaben an. Jeder Häuslebauer, der sich und seiner Familie etwas Gutes tun will, sollte sich also rechtzeitig über die Möglichkeiten in der Gemeinde, in der er sein Eigenheim errichten möchte, erkundigen.

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