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Keller abdichten - weiße und schwarze Wanne

Keller abdichten - weiße und schwarze Wanne

erschienen am 6/29/2011

Beim Abdichten eines Kellers gegen eindringendes Grundwasser sollte stets auf äußerste Sorgfalt und fachgerechte Ausführung geachtet werden. Denn Undichtigkeiten im Kellerbereich können fatale Folgen für das gesamte Gebäude haben und schwere Bauwerksschäden sowie Schimmelbefall verursachen. Teure Sanierungs- und Reparaturmaßnahmen sind dann die unausweichliche Folge. Deshalb sollte beim Abdichten des Kellers nicht an der falschen Stelle gespart werden. Die beiden wichtigsten Möglichkeiten, einen Keller abzudichten, sind die "schwarze Wanne" und die "weiße Wanne".

Welche "Wanne" ist die richtige?

Welche der beiden Varianten gewählt wird, hängt stark von den Boden- und Grundwasserverhältnissen ab. Daher sollte man sich vor Beginn der Baumaßnahmen sehr genau über die örtlichen Bodenverhältnisse informieren. Entsprechende Auskünfte lassen sich bei der zuständigen Baubehörde einholen. Im Zweifelsfall kann es auch sinnvoll sein, einen entsprechend spezialisierten Gutachter zu Rate zu ziehen. Wertvolle Hinweise ergeben sich oft auch aus Gesprächen mit Eigentümern der benachbarten Grundstücke. Eine besonders wichtige Information ist der höchste jemals an dem betreffenden Standort beobachtete Grundwasserstand. Desweiteren ist in jedem Fall zu klären, ob es sich um ein Baugebiet mit drückendem Wasser oder ohne drückendes Wasser handelt, ob mit Bodenfeuchte, mit nicht stauendem oder mit zeitweise stauendem Sickerwasser zu rechnen ist.

Die schwarze Wanne:

Gilt ein Grundstück als nicht grundwassergefährdet, entscheidet man sich in der Regel für die schwarze Wanne, die allerdings meist mit höheren Kosten verbunden ist als die weiße Wanne. Bei einer schwarzen Wanne sind Wände und Boden des Kellers nicht wasserdicht ausgeführt und müssen deshalb von außen abgedichtet werden. Dies geschieht durch Aufkleben meist schwarzer Dichtungsbahnen, von denen sich auch der Begriff schwarze Wanne herleitet. Diese Bahnen bestehen aus Bitumen oder Kunststoff und sind teils selbstklebend, teils werden sie heiß verklebt. Von außen gegen die Mauern drückendes Wasser presst die Bahnen fester an, so dass ein Eindringen der Feuchtigkeit ins Innere verhindert wird.

Die weiße Wanne:

Die weiße Wanne wird vor allem bei grundwassergefährdeten Bauten eingesetzt. Sie besteht aus wasserundurchlässigem Beton, der neben der Abdichtung des Kellers zugleich auch tragende Funktionen für das Bauwerk übernimmt. Eine extrem sorgfältige Bauausführung ist jedoch Voraussetzung, damit der Beton diesen Anforderungen vollumfänglich gerecht werden kann.

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