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Bild Einliegerwohnung

Einliegerwohnungen beim Hausbau: Förderungen und Auflagen

erschienen am 8/3/2014

Beim Hausbau ist jeder gesparte Cent willkommen. Viel Geld bringen Einliegerwohnungen. Denn durch diese winken nicht nur Mieteinnahmen - auch der Staat fördert zusätzlichen Wohnraum in Ihrem Einfamilienhaus.

Wann spricht man von einer Einliegerwohnung

Eine Einliegerwohnung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Sie muss vermietbar sein und dazu zwingend einen separaten, eigenen Eingang besitzen. Zudem handelt es sich um eine Wohnung in einem Haus, das sonst nur noch der Hauseigentümer selbst bewohnt.

Weitere Anforderungen an die zusätzliche Wohnung verstehen sich von selbst: sie hat eine eigene Küche und ein Badezimmer. Weiterhin muss sie eine Heizung besitzen. Planen Sie eine Mindestgröße von 23qm ein und sorgen Sie für einen ausreichenden Brandschutz.

Sinnvoll ist zudem ein verstärkter Schall- und Lärmschutz. Das erhält den nachbarschaftlichen Frieden auch bei einem Zusammenleben im gleichen Haus. Trennen Sie die Wohnungen zum Beispiel durch stärkere Wände und Decken! Auch eine Trittschalldämmung zahlt sich aus.

Effizienzhaus mit Einliegerwohnung: es winken zinsgünstige Kredite

Gerade wenn Sie schon beim Neubau die Einliegerwohnung einplanen, ist diese eine gute Investition. Die KfW-Bank vergibt Kredite pro Wohneinheit: da eine Einliegerwohnung als eine solche zählt und Ihr eigener Wohnraum im Neubau als eine weitere, haben Sie den doppelten Anspruch auf Fördermittel. Voraussetzung für eine Förderung durch die KfW-Bank ist allerdings, dass Ihr kompletter Neubau den KfW-Standards eines Effizienzhauses entspricht. Bei einem Jahres-Primärenergiebedarf von 60 kWh/m²a und darunter erhalten Sie zinsgünstige Darlehen bis zu 50.000 Euro! (Quelle: KfW)

Steuerabschreibungen für zusätzlichen Wohnraum

Doch auch in Hinblick auf die zu zahlenden Steuern wirkt sich eine Einliegerwohnung positiv aus: Sowohl Schuldzinsen als auch Kosten für den Unterhalt, wie zum Beispiel

  • Reparaturen
  • Heizung/Strom
  • Instandhaltungsarbeiten

des zusätzlichen Wohnraums können Sie steuerlich geltend machen. Wichtig ist, ein separates Konto für die Einliegerwohnung zu führen. Nur so kann das Finanzamt alle Einnahmen und Ausgaben ordentlich zuordnen.

Vermietung an Verwandte kein Nachteil

Wer die Einliegerwohnung an enge Verwandte vermieten möchte, bekommt keine Probleme. Auch wenn die eigenen Kinder oder die Eltern in die Wohnung einziehen, genießen Sie alle finanziellen Vorteile. Trotzdem müssen Sie auch mit Familienangehörigen einen ordentlichen Vertrag schließen. Zudem muss der Mietpreis weiterhin eine gerechtfertigte Höhe haben - das ist der Fall, wenn dieser nicht weniger als 66% der ortsüblichen Vergleichsmiete beträgt. Liegt er darunter, können Sie Kosten nur anteilig von der Steuer absetzen. (§ 21 Abs. 2 EStG, Quelle: Steuernsparen.de)

 

 

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