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Lohnt sich der Einsatz einer Elektroheizung

erschienen am 1/10/2014

Elektroheizsysteme bringt man in der Regel mit hohen Stromkosten in Verbindung, da die Energie aus der Steckdose kommt. Mittlerweile gibt es jedoch Anlagen, die eine echte Alternative zu den herkömmlichen Heizverfahren darstellen: Sie liefern nicht nur eine angenehme Wärme, sondern sind auch enorm energiesparend.

Möglichkeiten des elektrischen Heizens

Den unkompliziertesten Einstieg ins elektrische Heizen bieten mobile Geräte für die Steckdose. Da es sich dabei aber um kleine Stromfresser handelt, eignen sie sich lediglich für kleinere Wohnräume; ein Stromzähler verschafft dabei Überblick über den Verbrauch.

Für die Beheizung einer größeren Wohnung oder eines Einfamilienhauses hingegen stellt die Anschaffung elektronischer Flächenspeicher die interessanteste Möglichkeit dar, um für bezahlbare Wärme in den eigenen vier Wänden zu sorgen.

Vorteile der Elektro-Flächenspeicherheizung

Bei dieser Variante werden Elektro-Heizkörper im gesamten Haus montiert. Ihr Keramikspeicherkern dient als Wärmespeicher in luftdicht eingelegten elektrischen Heizleitern; die Wärme wird über einen Stahlblechmantel auf eine vergrößerte Oberfläche mit abgerundeten Rippen übertragen. So verteilt sich die Wärme großflächig und energiesparend im Raum.

Durch ihre Strahlungswärme sorgen Elektro-Flächenspeicherheizungen für ein angenehmes Raumklima: Anders als etwa bei einer Fußbodenheizung schwebt kein Staub in der umgewälzten Warmluft – dies ist vor allem für Allergiker wichtig.

Einfache Installation und Handhabung

Die Montage der platzsparenden Heizkörper ist durch spezielle Aufhängevorrichtungen ohne Stemmarbeiten möglich, bis zu 25 Quadratmeter große Räume lassen sich mit ihnen mühelos beheizen. Zur Regulierung dient ein Raumthermostat; sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist, schaltet sich die Heizung automatisch ab.

Ein besonders hohes Wärmespeicherpotential bieten Elektro-Flächenspeicherheizungen aus Keramik, die nach dem Abschalten noch über längere Zeit Wärme abgeben.

Überschaubare Kosten für Anschaffung und laufenden Betrieb

Grundsätzlich sind die genannten Kosten von verschiedenen Faktoren wie Leistung und Energiesparpotential abhängig. Günstige Geräte mit einer Leistung von 1.000 Watt gibt es bereits ab 200 Euro; sie reichen aber nur für kleine Räume aus. Spezielle Heizkörper, etwa für Badezimmer, sind in der Regel teurer.

Für die Ausstattung eines Einfamilienhauses mit einer Elektroheizanlage sollten durchschnittlich 6.000 Euro einkalkuliert werden. Verglichen mit anderen Heizungstypen, etwa einer Pellets-Heizung (durchschnittlich 12.000 Euro) oder einer Wärmepumpenanlage (etwa 15.000 Euro) fällt dies relativ günstig aus. Der laufende Betrieb wiederum schlägt je nach Größe, Heizkörpermodellen und gewünschter Raumtemperatur in einem neuen Einfamilienhaus mit etwa 100 Euro pro Monat zu Buche.

Pro und Contra einer Elektroheizung

Klarer Vorteil einer elektronischen Heizanlage ist die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus fallen weder jährliche Wartungskosten an, noch wird durch etwaiges Brennmaterial Schmutz im Haus verursacht. Ein zusätzlicher Bonus liegt in der Platzersparnis, da anders als bei Pellets- oder Öl-Heizungen kein Heiz- oder Lagerraum für Brennmaterial benötigt wird.

Besonders günstig im Unterhalt ist eine Elektroheizung in Kombination mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage. Die Anschaffung eigener Solarzellen auf dem Dach stellt zwar eine hohe Investition dar, langfristig bringt sie aber Unabhängigkeit vom Strommarkt und ein hohes Sparpotential mit sich: Steigende Strompreise nämlich zählen grundsätzlich zu den Nachteilen von Elektroheizungen. Ältere Heizmodelle sind regelrechte Energiefresser und wer beim Umrüsten des Systems auf billige Geräte setzt, erhält die Quittung für die anfangs gesparten Kosten mit der jährlichen Stromabrechnung.

Nichtsdestotrotz stellen moderne und hochwertige Elektro-Flächenspeicher vor dem Hintergrund der Energiewende durchaus eine ernstzunehmende Alternative zu Gas-, Ölheizung und Co. dar.

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