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Bild Bad ohne Fliesen

Fünf Materialien für die moderne Badgestaltung

erschienen am 4/8/2014

Bild Bad ohne Fliesen

Bei der Neugestaltung von Bädern fällt die Wahl oft auf ein so bewährtes wie langweiliges Material: Fliesen. Die gute alte Keramikfliese ist rutschhemmend, wasseraufnahmefähig und frostbeständig und damit ideal für Bad und Küche. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, ein Badezimmer mit alternativen Materialien moderner und abwechslungsreicher zu gestalten.

Kunststoff - der robuste Preissieger

Bodenbeläge aus Kunststoff, wie zum Beispiel Laminat, sind günstig und pflegeleicht. Ist ein Laminatboden gut gemacht, sieht er einem Echtholz-Parkett täuschend ähnlich. Diese Optik macht ein Bad wohnlicher und gemütlicher. Inzwischen kann man Laminatböden aber auch mit individuellen Motiven bedrucken lassen und damit seinem Bad einen besonders kreativen Anstrich geben.  Doch aufgepasst! Verwenden Sie im Bad kein herkömmliches Laminat, da über die Fugen Feuchtigkeit in Zwischenräume gelangt und sich der Boden dadurch wölbt. Wenn Sie sich also für Kunststoff im Bad entscheiden, ist die erste Wahl ein spezielles Feuchtraumlaminat aus PVC.

Holz - das gesundheitsfördernde Luxusmaterial

Ein Holzboden im Badezimmer ist eine natürliche Alternative zu Fliesen und zudem noch gesundheitsfördernd: Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und hat je nach Holzart sogar eine antibakterielle Wirkung. Mit Holz zaubern Sie also nicht nur durch die edle Optik eine Wellness-Oase in den heimischen vier Wänden.

Bei der Verlegung eines Echtholz-Parketts darf hinter den Paneelen kein Kondenswasser entstehen - nur so kann Schimmel vermieden werden. Außerdem kann direkter Kontakt mit Wasser das Holz schädigen. Dafür macht die Reinigung des Materials keine Probleme: Holz wird nur hin und wieder feucht abgewischt und ein paar Mal im Jahr mit Hartwachsöl überzogen, wodurch Schmutz einfach abperlt.

Putz - der unterschätzte Trendsetter

Die fugenlose Badgestaltung mit Putz wird immer beliebter: Sie können selbst entscheiden,

  • welcher Farbton es sein soll
  • ob Sie einen rauen Putz oder einen glatten möchten
  • ob Ihre Wände eine Struktur haben sollen
  • ob der Putz mit einer speziellen Technik aufgetragen wird

und dadurch Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Für das Badezimmer eignen sich  Lehm- oder Kalkputze besonders gut. Diese Materialien nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab, wodurch Schimmelbildung vermieden wird. Der Tadelakt − ein marokkanischer Kalkputz, der bereits in orientalischen Dampfbädern verwendet wurde − eignet sich auch zur Beschichtung von Waschbecken oder Duschen.

Glas - wandelbarer Akzentsetzer

Glas schafft im Badezimmer eine außergewöhnliche Atmosphäre. Glas wird zum Beispiel für

  • ganze Wandverglasungen
  • einzelne Trennwände
  • Bodenelemente

verwendet.

Es muss dabei nicht immer durchsichtig sein: Neben Glasbausteinen oder Milchglasscheiben reichen die Designmöglichkeiten von farbenfroher Beleuchtung bis hin zu individuellen Motiven, die in Siebdruck auf die Scheibe aufgebracht werden. Und dabei bringt dieses Material noch einen unschlagbaren Vorteil mit: Es ist einfach und komfortabel zu reinigen.

Natursteine - die etwas anderen Fliesen

Wenn Sie lieber eine herkömmliche Technik mit einem besonderen Material verbinden möchten, sind Sie mit Naturstein gut beraten. Steine wie

  • Marmor
  • Quarzid
  • Granit
  • Schiefer

werden auch als Fliesen verlegt, aber sehen edel aus und verleihen jedem Badezimmer eine besondere Atmosphäre. Wichtig ist, bei der Verlegung zu beachten, dass nirgends Wasser eindringen oder stehen bleiben kann. Dazu muss der Stein eine harte Oberfläche haben und darf nicht poliert sein. Passen Sie beim Putzen der empfindlichen Natursteine auf, dass Sie keine kratzenden Materialien oder Säure verwenden!

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