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Rauchmelder Alarm

Rauchmelder Pflicht im Wohnhaus

erschienen am 10/9/2013

Rauchmelder retten Leben, das ist völlig unstrittig. Doch trotz der geringen Kosten für diese Geräte sterben in Deutschland immer noch Jahr für Jahr etwa 500 Menschen an Rauchvergiftung und Verbrennungen. Wobei der weitaus größte Teil davon tatsächlich an der Rauchvergiftung stirbt. Mit diesem Wissen ist es eigentlich unverständlich, dass immer noch eine große Zahl der Einfamilienhäuser keinen einzigen Melder besitzen. Erst durch die Pflicht, Geräte zu installieren, die in vielen Bundesländern bereits besteht, rüsten die meisten Eigenheimbesitzer ihre Häuser mit den lebensrettenden Geräten aus. Je nach Bundesland sind bereits pro Wohneinheit drei Rauchmelder vorgeschrieben, allerdings gibt es leider noch Ausnahmeregelungen.

Starke Unterschiede zwischen den Bundesländern

Ein gutes Vorbild für andere Bundesländer könnte Rheinland-Pfalz sein. Hier sind bereits seit 2003 sowohl in Neubauten als auch in Bestandsbauten Rauchmeldegeräte Pflicht. Eine Übergangsphase, um Bestandswohnungen nachzurüsten, endete bereits im Juli 2012. In allen Schlaf- und Kinderzimmern müssen ebenso wie in den Fluren Melder installiert sein. Es wird zwar nicht kontrolliert, ob dies der Fall ist, doch die Versicherung wird im Brandfall vermutlich keine Zahlung leisten, wenn die vorgeschriebenen Geräte fehlen. Auch das Saarland macht in puncto Rauchmeldegeräte eine gute Figur und hat bereits 2004 die Rauchmelderpflicht eingeführt. Bayern und Nordrhein-Westfalen hinken eindeutig hinterher, was den Schutz ihrer Einwohner gegen derartige Bedrohungen angeht. In Bayern müssen die Altbauten erst bis zum Ende 2017 mit Rauchmeldern ausgerüstet sein, in Nordrhein-Westfalen benötigen die Bestandsbauten bis Ende 2016 Melder. In beiden Bundesländern sind zwar die Neubauten bereits seit 2013 in der Pflicht, doch die Altbauten nicht.

Licht und Schatten bei der Rauchmelderpflicht

Während in Mecklenburg-Vorpommern seit 2010 und in Thüringen bereits seit 2008 ohne Übergangsfristen die Eigentümer verpflichtet sind, Rauchmeldegeräte anzubringen, sind Sachsen, Brandenburg und Berlin Schlusslichter. Sie haben noch keine Rauchmelderpflicht eingeführt. Berlin und Brandenburg planen ab 2014 die Einführung, allerdings mit einer langen Übergangsfrist bis 2020. Hamburg und Schleswig-Holstein haben ihre Hausbesitzer seit Anfang 2011 verpflicht sowohl Neubauten als auch Bestandsbauten auszurüsten. In den weiteren Bundesländern herrscht bereits die Pflicht, Rauchmeldegeräte in Neubauten zu installieren. In einigen Ländern gilt für Bestandsbauten zurzeit allerdings noch eine Übergangsregelung die in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt mit Beginn des Jahres 2016 endet.

Sicherheit maximieren durch unkomplizierte Montage

Die Ausstattung aller Wohnungen in Deutschland mit Rauchmeldern ist immens wichtig. Daher sollte kein Eigentümer warten, bis er verpflichtet ist, sein Einfamilienhaus ebenfalls mit Meldern auszurüsten. Die Rauchmelder sind einfach zu installieren und sollten daher in allen Wohnräumen und Fluren ganz einfach angebracht werden. Die Flure sind im Brandfall wichtige Fluchtwege, die man mit einem Melder einfach freihält. Das Gerät sollte waagerecht an der Raumdecke befestigt werden. Dabei ist mindestens ein Abstand zu den Wänden von etwa einem halben Meter einzuhalten, da das Gerät sonst sozusagen nicht frei atmen kann und ihm damit ein Brand erst verspätet in die Nase steigt, um bei dem Bild zu bleiben. Aus dem gleichen Grund sollte der Melder nicht in direkter Zugluft oder neben einer Klimaanlage angebracht werden. Hat man Schrägen in den Wohnräumen, bringt man das Gerät einen halben Meter unter dem höchsten Punkt an.

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