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Drückendes Wasser im Baugebiet - trotzdem trockener Keller

erschienen am 8/6/2012

Ein trockener Keller ist leider keine Selbstverständlichkeit. Und gerade dann, wenn drückendes Grundwasser für die Nässe im Keller verantwortlich ist, verzweifeln viele Hausbesitzer und fühlen sich bei der Trockenlegung ihres Kellers komplett überfordert. Während Häuser üblicherweise oberhalb des Grundwasserspiegels errichtet werden, um Nässe im Haus weitgehend zu vermeiden, ist es manchmal baulich nicht zu vermeiden, dass das Haus Probleme mit dem Grundwasser bekommt. Trotzdem gibt es aber Lösungen, um drückendem Grundwasser im Haus zu begegnen und den Keller wirklich dauerhaft trocken zu bekommen. Die Abdichtung im Keller ist natürlich sehr wichtig. In älteren Bauten ist es oftmals Bitumenpappe, die auch als Teerpappe bezeichnet wird, die für die notwendige Abdichtung sorgt. Wichtig ist hier, dass im Keller gegen die aufsteigende Feuchtigkeit zunächst einmal eine Absicherung erlangt werden kann. Folien sind für die Abdichtung weder sinnvoll noch zulässig, denn die bilden eine Gleitschicht, auf der sich durch den Erddruck das Mauerwerk sehr stark verschieben kann. Effektiv kann eine Abdichtung eines neuen oder auch älteren Kellers durch das Aufspachteln von Bitumendickbeschichtung werden.

Wenn der Keller Nässe zieht - was tun?

Ist der Keller erst einmal feucht, weil das Wasser permanent drückt, gilt es zunächst einmal, den Keller wieder richtig trocken zu bekommen. Hierfür sollte ein Profi zu Rate gezogen werden, der die besten Methoden zur Hand hat und auch über geeignete Maschinen zur effektiven Trocknung des Kellers verfügt. Schnelle Maßnahmen sind hierbei nichts wert, weil sie nämlich nur die kurzfristige Entfeuchtung des Kellers bewirken - an der Ursache wird aber so nichts gemacht. Zunächst einmal sollte man messen, wie viel Feuchtigkeit eindringt und woher die Feuchtigkeit eindringen kann. Dabei muss auch der Begriff Feuchte genau definiert werden - und das kann am besten der Fachmann. Die genaue Ermittlung des Problems sollte unabhängig vom Lieferanten oder Hersteller des Dichtmaterials erfolgen, damit man auch wirklich geeignete Maßnahmen ergreift. Auch wenn die Bitumenabdichtung, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts üblich ist, sehr effektiv und langfristig ist, kann gerade bei älteren Bauwerken diese Abdichtung Schaden erleiden und kaputt gehen - allein deshalb schon drückendem Wasser Tür und Tor öffnen. Mit etwas Glück reicht es dann, die Bitumenabdichtung wirksam und professionell zu erneuern und so zu einem trockenen Keller zu gelangen. Lesen Sie mehr dazu hier.

Im Vorfeld das Problem umgehen - die weiße Wanne

Druckwasserdichte Keller zu erstellen, wird mit einer ganz besonderen Bauweise bewirkt. Hierzu sollte zunächst einmal um das gesamte Gebäude eine Bitumenbahneindichtung erfolgen, die zudem zur Außenseite mit einem entsprechenden Schutzmauerwerk versehen wird. Eine Alternative zum Schutz gegen drückendes Wasser ist die so bezeichnete Weiße Wanne. In diesem Fall erfolgt die Erstellung einer Betonwanne. Zur Anwendung kommt hierbei ein Beton, der besondere Eigenschaften aufweist und der zudem wasserundurchlässig  ist. Dabei werden in die Weiße Wanne gewollte Bewegungsfugen mittel Sollbruchstellen eingebracht. Die sogenannte Weiße Wane ist eine zuverlässige Abdichtung des Kellers, bei der aber die Qualität der Ergebnisse von der Planung und Ausführung der Arbeiten abhängt. In jedem Fall sollte man für die Erstellung einer Weißen Wanne einen Fachmann zu Rate ziehen, denn diese Baumaßnahme wird als sogenannte BII Baustelle bewertet, bei der höchste Ansprüche an die Ausführung der Arbeiten gegeben sind. Nur so lässt sich mit entsprechendem Zeit-, Material- und Geldaufwand gegen drückendes Wasser langfristig und effektiv vorgehen.

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