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Dachterrasse und Balkon im Vergleich

erschienen am 6/1/2013

Ein Haus stellt nicht nur einen reinen Wohnungszweck dar. In seinen eigenen vier Wänden möchte man sich auch Wohlfühlen und Kraft tanken für den Alltag. Doch Wohnraum ist teuer und Baugrundstücke oft rar. Was bietet sich, wenn man nur wenig Wohnraum zu Verfügung hat, besser an, als sich ein kleines Refugium zu schaffen. Dachterrassen, Balkone oder auch, modern ausgedrückt, ein Freiluftzimmer bieten auch in Großstädten Platz zum Verweilen im Freien.

Der Aufbau einer Dachterrasse

Die Dachterrasse ist eine Terassenkonstruktion auf einem Flachdach oder einer anderen höher gelegenen ebenen Fläche. Der Nutzen einer solchen Konstruktion ist dabei vielseitig. Oft wird der schöne Ausblick genannt, welchen eine Dachterrasse ermöglicht. Besonders in der Stadt, wo oft ein eigener Garten verwehrt ist, bietet sich so die Möglichkeit, ein kleines grünes Paradies zu schaffen (Dachgärten bestechen oft durch die vielen schönen Pflanzen) und gleichzeitig das Panorama zu genießen. Eine Dachterrasse kann überdies auch als Grillplatz, als Liegewiese oder als Wellnessoase dienen. Die Variationsmöglichkeiten sind zahlreich und lassen sich je nach Bauherrenwunsch gestalten.

Bauliche Besonderheiten von Dachterrassen

Doch derartige Konstruktionen sollten auch wetter- und klimabeständig konstruiert werden. Der Begriff Freiluftzimmer deutet schon darauf hin, dass das kleine Refugium den Naturgewalten ausgesetzt ist. Während der Bauphase sollte deshalb darauf geachtet werden, dass beispielsweise Regenwasser problemlos abfließen kann. Niemand schätzt Wasserpfützen in seinem Paradies. Überdies soll es in der Zwischendecke auch nicht zu Wasserstauungen kommen. Auch Terrassenpflanzen sowie Gartenmöbel sollten vor Sturm gesichert werden, wie auch der klassische Regenschirm. Während der Bauphase sollte deshalb gleich beachtet werden, wo man die Teile kurzfristig abstellen könnte, ohne im Ernstfall jedesmal das Wohnzimmer zustellen zu müssen.

Rutschfester Untergrund!

Wird Holz als Baumaterial verwendet, beispielsweise als Bodenbelag, so sollte eine wetterbeständige Schutzschicht aufgetragen und auch regelmäßig erneuert werden. Auch bergen Dachterrassen ein Unfallrisiko. Der Untergrund sollte rutschsicher gestaltet werden und selbstredend darf ein Geländer nicht fehlen.

Baukosten steigen um ca. 10 %

Schlussendlich bedeutet der Bau einer Dachterrasse auch höhere Baukosten. Baufachleute gehen von um die 10% aus, weil besonders gerne luftig anmutende Glaskonstruktionen gewählt werden. Wer also ein derartiges Freiluftzimmer plant, sollte die Extrakosten beachten.

Der "kleine Bruder", der Balkon

Eine günstigere Version stellen Balkone dar. Diese können während der Bauphase leicht eingeplant und ausgeführt werden. Zwar ist der spätere Freiraum viel kleiner als bei einer Dachterrasse, aber dennoch kann das Gefühl von Freiraum geschaffen werden. Die Kosten beginnen in der Regel ab 3.500 Euro je Bauweise, Größe und Materialien.

Ein Balkon muss langlebig konstruiert werden

Die Nachteile sind ähnlich gelagert wie bei einer Dachterrasse, jedoch kommt noch der Aspekt der Langlebigkeit hinzu. Balkone können teilweise keine Stützen beinhalten, was bedeutet, dass auch langfristig die statische Stabilität gewährleistet werden muss. Besonders bei reinen Holzkonstruktionen können Witterungseinflüsse aber auch Insektenbefall diese gefährden. Aufgrund dessen sind regelmäßige Wartungsarbeiten, Materialüberprüfungen und -ausbesserungen wie auch Holzimprägnierungen notwendig. Wem dies zu aufwendig ist, sollte bereits in der Hausplanungsphase alternative Materialien auswählen.

Blick ins Grüne oder zur Hauptstraße – die richtige Ausrichtung

Abschliessend ist noch wichtig während der Bauphase sowohl bei Dachterrassen als auch bei Balkonen zu beachten, dass die richtige Ausblickseite gewählt wird. In der Regel wird zwar die Süd- oder Westseite bevorzugt, wenn sich jedoch dort eine vielbefahrene Hauptstrasse befindet, kann das Wohlfühlerlebnis empfindlich darunter leiden.

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