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Passende Terrassenfliesen finden - unsere Tipps

erschienen am 3/1/2016

Eine Terrasse ist in unseren Breitengraden großen Temperaturschwankungen sowie mechanischen Belastungen ausgesetzt. Durch Möbel, Sandpartikel oder Steine werden Terrassenbeläge stark beansprucht – sie müssen

  • frostbeständig
  • rutschhemmend
  • abriebfest

sein.

Wenn Sie Ihre Terrasse fliesen möchten, haben Sie die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Arten von Fliesen und Terrassenplatten. Geeignet sind prinzipiell alle Materialien, die form- und farbstabil sind, so dass es nicht zu einem Ausbleichen oder Verspröden kommt. In Frage kommen sowohl glasierte als auch nichtglasierte Sorten.

Terrakottafliese – kämpft mit dem deutschen Klima

Terrakottafliesen, auch als „Cotto“ bezeichnet, sind der typische Bodenbelag italienischer Terrassen – die erdige Farbgebung versprüht sofort mediterranen Flair. Die rotscherbige Einbrandfliese ist allerdings auch eine Mimose: Sie bevorzugt das warme Klima an der Emilia Romana – weniger gern hat sie das deutsche Klima, da sie ohne spezielle Behandlung nicht sehr frostbeständig ist. Achten Sie deshalb immer auf eine Gewährleistung des Händlers, dass die Fliese für den Außenbereich geeignet ist. Cottos sind traditionell unglasiert und haben daher eine naturbelassene Optik. Leider sind sie deshalb ohne eine entsprechende Beschichtung aber auch schmutzempfindlich. Flecken bleiben auf dem Stein sehr leicht für immer haften. Dafür ist Feinsteinzeug leicht selbst zu verlegen.

Natursteinfliesen – eine edle Terrassenplatte hat ihren Preis

Wesentlich pflegeleichter und besser geeignet ist Naturstein – dafür ist dieses natürliche Material auch wesentlich teurer. Eigenschaften wie Kälteresistenz, Robustheit und Rutschfestigkeit unterscheiden sich hier je nach Steinart. In Frage kommen zum Beispiel Granit-Terrassenplatten, die bruchsicher und trittfest sind – dafür ist die Farbe, ein dezentes Grau, nicht jedermanns Sache. Besonders edel ist Marmor. Polierte Oberflächen können für den Außenbereich für mehr Rutschfestigkeit aufgeraut werden – zum Beispiel durch eine moderne Laserbehandlung oder durch eine Oberflächenbehandlung mit Säure. Alle Natursteine sind sehr wetterfest und robust und damit in Sachen Widerstandsfähigkeit als Terrassenbelag ganz oben auf der Rangliste.

Holzfliesen – rustikales Ambiente für Jedermann

Holzfliesen erhalten Sie in fast allen Baumärkten als praktische Klicksysteme. Das hat den großen Vorteil, dass Sie sie leicht selbst montieren können. Die Bodenroste lassen sich zuschneiden, so dass Sie sie um Ecken, Pfeiler und andere bauliche Strukturen legen können. Geeignet sind diese Systeme vor allem, wenn Sie planen, die Terrasse wieder abzubauen – zum Beispiel über den Winter. Achten Sie darauf, dass die Klickfliese wetterfest ist – sonst kommt bereits nach kurzer Zeit das böse Erwachen. Unbehandeltes Holz sieht nach einem verregneten Sommer schnell sehr mitgenommen aus.

WPC – Terrassenfliesen aus Plastik

Selbst Terrassenfliesen aus Plastik sind inzwischen im Handel erhältlich. Das sogenannte WPC (Wood-Plastic Composite) täuscht echtes Holz erstaunlich realistisch vor. Dazu ist ein Terrassenboden aus diesem Material UV- und witterungsbeständig, pflegeleicht und barfußfreundlich, da splitterfrei. Wer genauer hinschaut, dem wird der Unterschied zu hochwertigen Materialien allerdings sehr schnell auffallen. Das Verlegen von WPC ist also definitiv Geschmackssache – zumal der Preis nicht unbedingt sehr viel niedriger ausfällt als für eine Holzfliese.

Klinker – der Alleskönner

Kreativ fliesen lässt sich mit Klinker, da diese Fliesen auf verschiedenste Art und Weise verlegt werden können. Hier ist Ihre Einfallskraft – oder die des ausführenden Fliesenlegers – gefragt. Ob flach, hochkant oder seitlich stehend – jede Verlegetechnik ist mit diesen Fliesen anwendbar. Zudem bringt Klinker alle nötigen Eigenschaften mit, die eine Terrassenfliese haben muss: strapazierfähig und frostbeständig sind nur einige ihrer Attribute.

Beton – minimalistischer Belag für Design-Fans

Last but not least: die Betonfliese. Für Fans von minimalem Design dürfte dieser Terrassenboden die beste Wahl sein. Durch unterschiedliche Arten der Oberflächenbearbeitung ist es möglich, die Betonplatten in vielen verschiedenen Ausführungen und Optiken zu erhalten. Großer Pluspunkt ist außerdem, dass die Platten pflegeleicht und billig sind. In Sachen Langlebigkeit schlagen sie außerdem alle anderen Materialien. Doch der Stein passt mit seiner grauen Farbe und seinem kühlen Aussehen definitiv nicht zu jedem Haus bzw. Garten.

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