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KfW-Zuschüsse zur Neubau-Finanzierung im Überblick

erschienen am 3/24/2016

Hintergrund der Förderungen durch die KfW

Die staatliche KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet Ihnen zur Neubaufinanzierung entweder Finanzierungszuschüsse oder zinsgünstige Kredite. Hintergrund dafür ist die Energiewende, durch die der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen (z.B. CO2) reduziert werden soll, um die globale Erwärmung zu verlangsamen.

Die europäische Energiepolitik forciert diese Ziele durch die drei Bereiche

  • Einsparung von Energie
  • Ausbau erneuerbarer Energie
  • Steigerung der Energieeffizienz.

Gerade der Wohnbau bietet dabei viel Potential, deshalb unterstützt die KfW sowohl die Sanierung von Bestandsbauten als auch den Neubau energieeffizienter Immobilien.

Unser Tipp: Die genauen Hintergründe erklärt Ihnen das kostenlose eBook „Energieeffizientes Bauen und Sanieren“, das zudem einen kurzen Förderratgeber enthält!

Förderkredite für energieeffizientes Wohneigentum

Planen Sie ein Effizienzhaus, stehen Ihnen unterschiedliche Fördermittel zur Finanzierung Ihres Neubauvorhabens zur Verfügung. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang das KfW-Programm 153 „Energieeffizient Bauen“: Bis zu 100.000 Euro winken ab dem 01.04.2016 als besonders zinsgünstiges Darlehen für ein Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus; hinzu kommt ein Tilgungszuschuss in Höhe von 5.000 Euro.

Aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung liegt der effektive Jahreszins extrem niedrig; diese Zinsen können Sie sich für eine Laufzeit von bis zu 20 Jahren sichern. Möchten Sie Ihre Immobilie selbst nutzen, können Sie zusätzlich das „KfW-Wohneigentumsprogramm 124“ nutzen, das einen Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit vorsieht. 

Förderprogramme für erneuerbare Energien

Dem Bund liegt besonders daran, den Einsatz erneuerbarer Energiequellen im Wohnungsbau zu fördern; deshalb stellt er hierzu gleich zwei Programme zur Verfügung: Der Kredit 274, „Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“ richtet sich an alle, die Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen – und der Kredit 275, „Erneuerbare Energien – Speicher“ fördert den Bau von Speichervorrichtungen für Sonnenenergie.

Trotz sinkender Förderung und Einspeisevergütung lohnt sich der Einsatz eines Solarspeichers damit weiterhin. Wie bei allen Förderprodukten gelten allerdings einige Auflagen für die Gewährung der Kredite.

Voraussetzungen für die Gewährung der Fördermittel

Der Zeitpunkt der Antragstellung ist entscheidend, wenn Sie Ihr Effizienzhaus fördern lassen möchten: Sie erhalten den Baukostenkredit nur dann, wenn Sie die Finanzierungsanfrage vor dem Beginn der Bauarbeiten stellen. Ihre Bank beantragt ihn für Sie bei der KfW, sofern das Bauvorhaben förderfähig ist.

Den Nachweis hierfür erhalten Sie wiederum von Ihrem Energieberater, der Ihnen dabei hilft, Ihre Immobilie als Effizienzhaus zu planen. Er füllt für Sie das nötige Online-Formular aus – und ebnet Ihnen damit den Weg für eine günstige Baufinanzierung.

Baukosten sparen durch Baubegleiter

Sobald die Immobilienfinanzierung geklärt ist, können die Bauarbeiten starten. In den allermeisten Fällen werden diese jedoch teurer als ursprünglich veranschlagt – und der mühsam erstellte Finanzierungsplan gerät ins Wanken. Häufige Ursachen dafür sind

  • Unstimmigkeiten im Bauvertrag
  • Verzögerungen in der Ausführung
  • mangelnde Qualitätssicherung.

Um diesen Kostenfallen zu entgehen, setz man in den letzten Jahren immer häufiger einen Baubegleiter ein. Als unabhängige Kontrollinstanz überprüft er sämtliche Vertragsunterlagen, überwacht den Baufortschritt und führt am Ende die Schlussabnahme durch. Dadurch stellt er auch sicher, dass schwerwiegende Mängel unentdeckt bleiben – und später Folgekosten auf Sie zukommen.

Baubetreuer in Zukunft förderfähig

Der Einsatz eines Baubetreuers ist daher eine Investition, die wir Ihnen uneingeschränkt empfehlen; die Kosten amortisieren sich schnell, wenn Ihr Effizienzhaus termingerecht und qualitativ einwandfrei fertiggestellt wird.

Gut zu wissen: Ab dem 01.04.2016 fördert die KfW auch den Einsatz eines Baubegleiters durch einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro – damit macht er sich gleich doppelt bezahlt!

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